Was sind Potenzen?
Durch die Potenzierung werden die Ausgangssubstanzen der homöopathischen Mittel so lange verrührt und verschüttelt, bis nur noch ein minimaler Anteil der Grundsubstanz in dem Mittel vorhanden ist. Um Potenzen herzustellen, wird aus der Ursubstanz zunächst einmal ein alkoholischer Auszug gewonnen. Dieser alkoholische Auszug wird als Urtinktur bezeichnet. Nach der Herstellung der Urtinktur wird diese Tinktur nun weiter verdünnt. In einem Gemisch aus Alkohol und Wasser wird ein Tropfen der Urtinktur im Verhältnis 1:10 verschüttelt. Das heißt, auf einen Tropfen Urtinktur kommen zehn Tropfen Alkohol-Wasser-Gemisch. Diese Mischung wird insgesamt zehn Mal auf eine Unterlage geklopft. Die erste Potenz ist fertig, die D 1 − Potenz.
Wie viele Potenzen gibt es?
Eine D 1 − Potenz kann nun weiter verdünnt werden, wieder wie oben beschrieben im Verhältnis 1:10. Dafür wird ein Tropfen der D 1 – Potenz mit zehn Tropfen Alkohol-Wasser-Gemisch verschüttelt. Je nachdem, wie oft diese Vorgehensweise wiederholt wird, können Potenzen bis zu D 100.000 entstehen. Neben den D − Potenzen werden auch C − Potenzen hergestellt. Hier beträgt das Mischungsverhältnis jeweils 1:100. Die Verschüttelung beträgt bei den C − Potenzen ebenfalls zehn Mal.
Welche Potenzen sind für Nicht-Kenner geeignet?
Die Empfehlungen in den zahlreichen Büchern, die zum Thema Homöopathie und Selbstbehandlung erschienen sind, gehen teilweise weit auseinander. Natürlich hängt die Empfehlung für die Potenzen auch von dem jeweiligen Mittel ab. Während für akute Symptome oft eine Potenz in D 6 oder D 12 empfohlen wird, wirken Mittel wie Aconitum in einer Potenz D 30 oder gar C 30 wesentlich besser. Höhere Potenzen als C 30 sollten in der Selbstbehandlung besser nicht angewandt werden. Die Behandlung tiefer liegender Krankheitsursachen mittels hoher Potenzen sollte besser einer homöopathischen Fachkraft überlassen werden.