Homöopathie – geliebt und gehasst gleichermaßen

Das naturheilkundliche Verfahren Homöopathie

Die Homöopathie gehört zu den großen Gebieten der alternativen Medizin. Sie erfreut sich gerade in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit, denn viele Menschen besinnen sich auf natürliche Heilmethoden. Die Homöopathie sieht den Menschen als Ganzes und bekämpft im Gegensatz zur Allopathie nicht nur die Symptome einer Krankheit. Gerade dieses ganzheitliche Denken, das den Körper und die Seele eines Menschen als eine Einheit betrachtet, zwischen deren Bereichen ein enger Zusammenhang besteht, findet immer größere Akzeptanz. Und der Erfolg gibt dieser sanften Medizin Recht.

Homöopathie hat viele Einsatzgebiete

Besonders kleine Patienten sprechen sehr gut auf homöopathische Mittel an, denn deren Immunsystem braucht nur einen kleinen Schubs in die richtige Richtung, damit die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden. Geeignet ist die Homöopathie außerdem für chronisch Kranke. Hier liegen die Ursachen für die derzeitige Erkrankung oft viel tiefer. Erst durch die Gabe des richtigen Konstitutionsmittels kommt ein Prozess in Gang, der eine wirkliche Heilung bewirken kann. Ein durch starke Medikamente, Antibiotika und eine falsche Lebensweise angegriffenes Immunsystem ist kaum noch in der Lage, selbst gegen störende Faktoren vorzugehen. Fast unmittelbar nach der Gabe des Konstitutionsmittels treten frühere, nicht gänzlich auskurierte Krankheiten an die Oberfläche. Ein Zeichen, dass das Konstitutionsmittel das Richtige ist. Die auftretenden Erkrankungen werden zusätzlich mit passenden Akutmitteln behandelt, bis eine Besserung eintritt. Ganz zum Schluss kommt es dann endlich zu einer spürbaren Besserung der Symptome der chronischen Erkrankung, vielfach auch zur vollständigen Heilung. Was die Schulmedizin nicht auszurichten vermag, kann die Homöopathie bewirken.

Die Homöopathie für den Hausgebrauch

Am häufigsten wird die Homöopathie im alltäglichen Bereich eingesetzt, wenn akute Beschwerden wie Fieber, Husten, Schnupfen, Ohren- und Halsschmerzen, Bewegungsschmerzen und leichtere Verletzungen das Leben schwer machen. Viele Mittel eignen sich auch für die eigenständige Anwendung durch Laien, wenn bestimmte Gesetzmäßigkeiten beachtet werden. Für die Hausapotheke bietet der Handel fertige Sortimente an, wer tiefer in die Materie Homöopathie hineintaucht, kann aber auch die Hausapotheke nach dem eigenen und dem Bedarf der Familie zusammenstellen bzw. ergänzen.

Homöopathie ist nicht everybodys darling

Die Homöopathie findet aber nicht ausnahmslos Anerkennung. Schon der Vater der Homöopathie, Samuel Hahnemann, wurde seinerzeit teilweise als Quacksalber belächelt, obgleich seine Erfolge eine andere Sprache sprechen. Inzwischen findet die Homöopathie sogar schon bei Schulmedizinern Anwendung, entweder allein oder in Kombination mit der Schulmedizin. Dennoch wird den homöopathischen Arzneien so einiges nachgesagt, zum Beispiel ein Placebo-Effekt oder gar eine schädigende Wirkung. Allen Kritikern zum Trotz sind Nachfrage und Interesse an der sanften Heilmethode groß wie nie. Denn neben einer erstaunlichen Heilwirkung sind bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen zu befürchten, von der so genannten Erstverschlimmerung einmal abgesehen. Die Homöopathie hat allerdings auch Grenzen. Sie ist nicht allmächtig bei schweren Krankheiten, die unbedingt in die Hände eines Arztes gehören. Dasselbe gilt für leichtere Beschwerden, die trotz homöopathischer Behandlung nicht besser werden.

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